Angemessene Schließordnung auch eine Frage des Bestandsschutzes der Estedörfer!!!

Wir haben in den letzten Artikeln ausführlich über die Folgen des zu hoch auflaufenden Tidehochwassers berichtet. Hier der letzte Artikel zu dieser Themenserie

Hier noch einmal einige Stichworte zu den Folgen des immer höher auflaufenden Tidehochwassers:
Großflächige Grundstücksflutungen, Bodendurchweichung
Ufererosion, Landfortspülungen und Uferabbrüche
Hochwasser an Häusern, Durchfeuchtung von Fundamenten und Mauerwerk
Kellerflutungen oder Eindringen von Wasser durch Kellersohlen oder Wänden  usw.

Damit sollte jedem klar sein, dass eine solche Gefährdung – in kritischen Monaten sogar zweimal täglich – letztlich zu einer Frage des Bestandsschutzes wird. Irgendwann erodiert das Land so sehr und Häuser erleiden irreparable Schäden.
Und das alles, wo es doch eine sehr schnelle und absolut kostengünstige Abhilfe gibt, nämlich:

Reduzierung des Schließpegels auf höchstens 710cm PN.

Zum Thema Bestandsschutz: Da war doch was?
Richtig! Gerade vor 2 Monaten hat der niedersächsische Landtag zum Bestandsschutz der Dörfer an Lühe und Este einen eindeutigen Beschluss gefasst.

Hier ein Auszug, den sich alle Gegner einer Änderung der Schließordnung noch einmal zu Gemüte führen sollten.
„Der Landtag wolle den Antrag in folgender Fassung beschließen:

Abstimmung im Landtag zum Bestandsschutz der Dörfer an Este und Lühe

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Keine Änderung der Schließordnung weil Elbe zu voll!!!???

Jetzt hat uns noch ein weiteres Gegenargument gegen eine Absenkung des Schließpegels  erreicht, über das wir kurz berichten wollen. Es ist eines von jenen Argumenten, wo man vor Erstaunen erst einmal den Mund nicht mehr „zu kriegt“.

Es geht sinngemäß so:

„Auch in der Elbe läuft das Tidehochwasser immer höher auf. Wenn man jetzt den Schließpegel senkt, staut sich das Wasser in der Elbe weiter auf.“

Für Hochwasser über Uferkante kein Platz in Elbe ?????!!!!

Richtig ist, dass in der Vergangenheit riesige Flächen eingedeicht wurden, und dem Fluss große Stauräume weggenommen wurden, z.B in Kehdingen oder in der Haseldorfer Marsch. Hier ging es in der Vergangenheit um sehr, sehr große Flächen und es war in der Tat aus heutiger Sicht eine absolut kontraproduktive Maßnahme.

Aber es gibt auch andere Fakten:

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Fahrwasser manchmal nicht mehr erkennbar !!

Zum Argument, dass bei einer Absenkung des Schließpegels die Barkassenschifffahrt behindert würde, haben wir in dieser Artikelserie schon ausführlich Stellung genommen.

Aber wie sieht es dann bei einem Schließpegel über 720cm PN aus? Das konnten wir am 11.November diesen Jahres gut beobachten.
Das angehängte Bild wurde am 11.11. morgens um 7: 17 Uhr in Groß Hove aufgenommen.

Überflutung in Groß Hove, Bootsanleger im Wasser verschwunden. Fahrrinne nicht mehr erkennbar.

Das Tidehochwasser geht zu beiden Seiten deutlich über die Ufer. Von der eigentlichen Wasserstraße ist nichts mehr zu sehen.

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Uferdurchweichung, Landfortspülungen und Uferabbrüche

Hier noch ein wichtiges Pro – Argument für eine schnelle Änderung der Schließordnung, das eigentlich schon viel früher als wichtiges Argument  hätte mit aufgeführt werden müssen.
Wir waren bisher sehr auf die Grundstücksüberflutungen fokussiert, weil hier besonders drastische Bilder und Beispiele vorlagen. Aber in den vielen emails, die jetzt von Anliegern an die Behörden geschickt wurden, wird genauso dringlich auf das Problem der erodierenden Uferkanten hingewiesen.

Uferabbrüche in Groß Hove

Worum geht es?

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Folgen des hohen Tideauflaufs: Nasser Deichfuß und Binsen am Deich

Ein weiteres Pro – Argument für eine Änderung der Schließordnung für das Innere Sperrwerk an der Este liegt im Bereich der Deichsicherheit, die durch die ständige Vernässung des Deichfußes gefährdet sein könnte.

Hier gehen die Meinungen durchaus auseinander. Im Deichverband gibt es ernst zu nehmende Meinungen, die besagen, dass ein guter Deich so etwas abkönnen muss.

Wir wollen deshalb unser Pro-Argument nicht überbewerten und auch nicht in den Mittelpunkt unserer Argumentation stellen.

Wir haben allerdings eine klare Meinung zu dem Problem.

Hier unsere Gründe:

  1. Durch das immer höher auflaufende Wasser läuft dieses sehr oft bis an den Deichfuß. Es läuft dann aber nicht immer wieder gut ab, sodass die Bereiche am Deich vernässen. An vielen Stellen von Estebrügge  Richtung Buxtehude kann sich die Grasnarbe am Deichfuß nicht mehr  halten. Sie wird zunehmend durch Binsen ersetzt.
    Hierzu ein Bild, dass das Problem deutlich macht. Dort wo Binsen stehen, ist es so nass, dass die Grasnarbe verschwunden ist.

    Binsen am Deichfuß und Deichvorland

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Verschlickung der Regenwassersiele in Cranz

Mit dem letzten Artikel haben wir alle uns bekannten Gegenargumente gegen eine Anpassung der Schließordnung für das Innere Sperrwerk widerlegt.
Vielleicht kommen noch mehr Gegenargumente. Viele der bisherigen Gegenargumente sind so an den Haaren herbeigezogen, manchmal so juristisch fragwürdig oder unsinnig, das wir uns über nichts mehr wundern.
Wann immer solche weiteren Gegenargumente kommen, werden wir sofort darauf reagieren.

Unsere Pro – Argumente haben wir in der Widerlegung der Gegenargumente deutlich gemacht.
Aber unsere Pro-Argumente sind noch nicht erschöpft.

Hier jetzt ein weiteres Argument, das uns unsere Freunde des Estebogens in Cranz mitgeteilt haben:

Ausgang Regenwassersiel am Estebogen liegt voll im Schlick!

Die Regenwassersiele im Estebogen laufen jetzt zunehmend von der Este aus mit Schlickwasser voll. Die Siele verstopfen zunehmend, sodass die Stadtentwässerung eingreifen und freispülen muss.
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Ihr müsst Euch selber helfen!

Dieses Argument gegen eine Absenkung des Schließpegels am inneren Estesperrwerk tritt meistens im Zusammenhang mit den Argumenten auf, wir würden ja in einem Überschwemmungsgebiet wohnen oder im Zusammenhang mit der „Rechtsbelehrung“, wir hätten keinen Anspruch auf Hilfe. Wir haben bereits in dieser kleinen Artikelserie dazu Stellung genommen.

Helft Euch selber!!

Dieses Gegenargument ist eigentlich gar keines. Es ist nur die Umschreibung für die Aussage:
Wir wollen nicht helfen!!
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Es sind ja nur wenige Häuser betroffen!!

Auch dieses Argument wurde uns entgegengehalten. Damit meint man 2-3- Häuser am Ortseingang von Estebrügge. Alles andere ist bei den Behörden offensichtlich im grünen Bereich.
Uns haben aber aktuelle Informationen von Cranz bis Buxtehude erreicht und die betroffenen Bürger werden wahrscheinlich ihre Eingaben direkt bei den Behörden machen.

Nur einzelne Häuser betroffen????

Diese Informationen sehen allerdings ganz anders aus. Wir reden nicht nur davon, dass das Hochwasser die Häuser erreicht. Wir reden auch von „Beinahe-Kellerflutungen“ oder im Einzelfall sogar tatsächlichen Kellerflutungen, großflächigen Grundstücksüberflutungen, Durchweichung des Bodens (speziell im Uferbereich), Landfortspülungen, Uferabbrüchen, nassen Deichfüßen, verstopften Regenwassersielen, und, und, …
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Für eine Absenkung der Schließordnung ist ein mehrjähriges Planfeststellungsverfahren notwendig!

Nein, wir wollen sie nicht veralbern. Mit diesem Argument hat der NLWKN die Beibehaltung der bisherigen Schließordnung begründet.
Auch hier ist man erst einmal „baff“ angesichts der Dreistigkeit der Argumentation.

Anlieger an der Este kämpfen für ihre Interessen

Richtig ist: werden bauliche oder andere Änderungen an einem Fluss vorgenommen, müssen die Auswirkungen z.B. auf fremdes Eigentum berücksichtigt werden. Bei deutlichen Auswirkungen wäre dann auch ein Planfeststellungsverfahren notwendig.

Aber hier ist es doch gerade umgekehrt.
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Die letzte Änderung der Schließordnung ist erst 2 Jahre her!

Mit diesem Argument wollen die Gegner einer Änderung der Schließordnung sinngemäß sagen: „Wir ändern nicht so schnell und häufig. Jetzt wird es wieder längere Zeit dauern, bis wir wieder reagieren.“
Hier haben sich die betreffenden Stellen nicht wirklich mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.
2015 haben wir den Vortrag des WSA gehört, der die damalige Änderung der Schließordnung begründete.

Die Este tritt über die Ufer

Die Fakten sind folgende:
Es gab zwei Gründe für diese Änderung.
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Ihr wohnt in einem Überschwemmungsgebiet ………

In dieser Artikelserie setzen wir uns mit den Argumenten derjenigen auseinander, die die Schließordnung des inneren Sperrwerkes nicht anpassen wollen und die Anlieger im Regen stehen lassen wollen.
Ihr Gegenargument lautet:
„Ihr wohnt in einem Überschwemmungsgebiet und habt kein Anrecht auf Hilfe.“ Soll ins Deutsche übersetzt heißen: „Da ist es eben so“ oder „selber schuld.“

Wasser läuft aufs Grundstück der Feuerwehr

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Wenn wir das Sperrwerk früher schließen, verschlickt die Este schneller!!

In diesem Artikel unserer Serie wollen wir uns mit dem unglaublichen Schlick-Argument auseinandersetzen.
Wir haben ja schon viele erstaunliche und unsinnige Argumente gehört. Dieses hat sogar uns noch überrascht.
Als ein Argument gegen eine Änderung der Schließordnung wurde doch tatsächlich ins Feld geführt,  bei einer etwas früheren Schließzeit würde die Este viel schneller verschlicken!!

Uferabbrüche an der Este

Denken wir trotzdem einmal über die Argument nach. Kann da was dran sein?

Dies Argument bedeutet letztendlich, dass alle Schließungen der Este – es waren 206 Vorgänge in 2016 – zur Verschlickung der Este maßgeblich beigetragen haben.

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Häuser entlang der Este schützen: Es kostet zuviel!!!!??

Es kostet zu viel!!!!!  Diesmal setzen wir uns dem Argument auseinander, die zusätzlichen Schließungen (ca. 60) würden zu viel kosten.
Dieses Argument wurde uns entgegengehalten, als wir um eine Anpassung der Schließordnung für das Innere Sperrwerk in Cranz gebeten hatten. Lesen Sie/Ihr bitte die zwei vorhergehenden Artikel zu diesem Thema.
Man könnte denken, wir hätten den Bau eines neuen Sperrwerkes gefordert oder sonstige Millionenforderungen gestellt. Keineswegs!!

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Barkassenfahrten nach Buxtehude wichtiger!

Das Argument, man würde bei einer Anpassung der Schließordnung die Barkassenschifffahrt auf der Este behindern,
ist eines der Hauptargumente derjenigen, die eine Änderung der Schließordnung verweigern.
 

Dieses Argument ist letztendlich etwas zynisch, weil man einige Barkassenfahrten gegen das Absaufen von Gärten und Häusern aufrechnet.
Aber worum geht es? Weiterlesen
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Hochwasser als Dauerzustand an der Este?

Elbe und Este verändern sich.  Das Tidehochwasser läuft immer schneller und höher auf.
Das hat viele Folgen: Nicht nur Gartenüberflutungen, teilweise auch Hochwasser bis an die Häuser heran, Uferunterspülungen und sogar Uferabbrüche.

Die Hochwasserpegellatte der IG-Este

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Volles Haus: Großes Interesse für die Informationsveranstaltung von Deichbürgern 13 (Lühe) und IG-Este

Am 9.10. fand in der Esteburg die Informationsveranstaltung statt. Ca. 200 Bürger von Este und Lühe waren gekommen, um sich die Berichte der handelnden Akteure in der Hochwasser- und Deichfrage anzuhören.


Auch dass so hochrangige Gäste aus Politik und Wasserwirtschaft ins Alte Land gereist waren, hat sicherlich viel Interesse geweckt. (siehe Gästeliste in der Einladung).


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Positives Ergebnis im Landesparlament in Hannover für Bestandsschutz und Rechtssicherheit der Dörfer an Este und Lühe!

Jetzt Informationsveranstaltung
der IG-Este und der Deichbürger 13 von der Lühe.

Deichgesetz und Hochwasserschutz

Wann: 9.10.2017, 20:00 Uhr

Wo: Obstbauversuchsanstalt in Moorende 53

Folgende Gäste haben bereits zugesagt:

  • M. Bäumer, H. Dammann–Tamke, K. Seefried als Vertreter der CDU aus dem Umweltausschuss und/oder des Landtages in Hannover
  • dazu Vertreter

o   der Gemeinden Samtgemeinde Lühe und Jork

o   des Wasserverbandstages

o   der Deichverbände 1. und 2. Meile

 Jetzt hat es doch noch ein zufriedenstellendes Ende genommen.

Wir hatten schon nicht mehr an einen Erlassentwurf aus dem Ministerium geglaubt. Zu lange hatten wir darauf gewartet. Dann kam der Entwurf doch noch und uns wurde Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt. Das wollen wir erst einmal positiv festhalten.

Der Entlass besteht aus einem Vorwort des Ministeriums und danach die identische Ausarbeitung des Landkreises Stade, die damit in den Rang eines Ministerialerlasses gehoben wurde. Zum bekannten Text des Landkreises hatten wir uns schon vorab positiv geäußert. Deshalb fällt unser Urteil über den Erlass auch durchaus zustimmend aus und so haben wir uns auch in unserer Stellungnahme geäußert.

Wir freuen uns, dass die CDU- Vertreter, die diesen Punkt in Hannover bis zum erfolgreichen Abschluss gebracht haben, jetzt aus erster Hand über den Erlass berichten werden.

Wir werden aber auch über den Hochwasserschutz informieren und zusammen diskutieren können. Der Deichverband wird über den Hochwasserschutz an der Lühe informieren, der für uns Vorbildcharakter hat.  Insbesondere ist interessant, wie es mit der Estepartnerschaft weitergehen soll.

Wir sind nicht damit einverstanden, dass dieses Projekt – wenn überhaupt –  nur im Bummelzugtempo weitergeht und dass Einzelgemeinden, die sich aus dem Thema Hochwasserschutz raushalten wollen, den ganzen Zug stoppen können. Hier erwarten wir deutlich mehr. Ganz aktuell sind auch die Neuberechnungen des NLWKN zu den Überschwemmungsgebieten in Buxtehude öffentlich gemacht worden.

Es gibt also viele Informationen und Neuigkeiten.

Deshalb:

Nutzen sie diese Gelegenheit!

Kommen Sie zur Informationsveranstaltung!

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Einstimmiger Beschluss im Landtag zum Thema Bestandsschutz und Rechtssicherheit für die Dörfer an Lühe und Este

Am 21.9. fand die letzte Landtagssitzung dieser Legislatur in Hannover statt.
Wie schon vorher berichtet, hatten sich alle Parteien, Initiativen und Ministerium auf einen Entwurf eines Ministerialerlasses geeinigt.

Abstimmung im Landtag

Zusätzlich war noch gerade rechtzeitig ein parteiübergreifender Antrag des Umweltausschusses zustande gekommen, der diesem Artikel anhängt.

Dieser Kompromiss ist ein großer Erfolg für das Alte Land.
Grundsätzlich geht Deichsicherheit immer vor – das wäre bei einer Gesetzesänderung nicht anders gewesen.
Aber wenn die Deichsicherheit gewährleistet bleibt, wird die Existenz der Dörfer an Lühe und Este generell als Ausnahmetatbestand vom Ministerium anerkannt. Aus dem Erlass ergibt sich, dass bei positiver Prüfung am Ende eine Baugenehmigung zu erteilen ist. Vorgänge – wie 2013 an der Lühe – können sich so nicht wiederholen.
Grundsätzlich positiv war auch das Bekenntnis aller Fraktionen zum Bestandsschutz.

Im Landtag werden Altländer Äpfel verschenkt

Der abgestimmte Antrag selbst stellt außerdem noch die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Hochwasserschutzes an den Flüssen Lühe und Este heraus.
Mehr dazu auf unserer Informationsveranstaltung, zu der wir in Kürze separat einladen werden.

Ein Erinnerungsfoto nach der Landtagssitzung

Weiter zum gemeinsamen Antrag:

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Sie sind da: Die neuen Zahlen des NLWKN zur Berechnung der Buxtehuder Überschwemmungsgebiete.

Seit 1 Jahr wartet Buxtehude auf die Neuberechnung der Überschwemmungsgebiete.Jetzt sind sie da!
Sie wurden in der Betriebsausschusssitzung der Stadtwerke am 13.9. vorgestellt.

Betriebsausschusssitzung der Stadtwerke am 13.9. in Buxtehude

Aber warum war diese Neuberechnung eigentlich notwendig?
Dazu ein kleiner Rückblick.
Wir haben immer die alten Berechnungen des NLWKN heftig kritisiert. Ein Gegengutachten der Gemeinde Jork zeigte: Sie waren künstlich überhöht, um die Minideiche zu rechtfertigen und um jede Rückhaltung im Oberlauf als unsinnig erscheinen zu lassen. Unsere Einwendungen (insgesamt über 300) im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens basierte auf diesem Gegengutachten.
Im Mai 2016 wurde in einer weiteren Ausarbeitung des NLWKN (H. Schuermann) klar, dass die alten Zahlen nicht mehr aufrecht zu erhalten waren. Aber die Konsequenzen wurden verschwiegen. Wir schrieben damals: Wie wurden eigentlich die Überschwemmungsgebiete (ÜSGs) gerechnet?  Entweder hat man bei der Berechnung der ÜSGs und der Planfeststellungsgrundlagen jeweils unterschiedlich gerechnet oder man hat alles – inclusive der ÜSGs – auf falschen Grundlagen berechnet.
Im September 2016 eröffnete dann die Buxtehuder Stadtentwässerung: Alles sei falsch und müsse neu gerechnet werden. Stadtentwässerung und Ratsherren äußerten deutlich ihre Verärgerung über diese fehlerhaften Berechnungen.
Wir schrieben damals sofort: Keine Schadenfreude, denn Buxtehude ist übel mitgespielt worden. Aber Hoffnung, dass wir jetzt zu einem Miteinander im KLEE-Projekt kommen.

Jetzt – 1 Jahr später also – liegen die neuen Zahlen vor.
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Offener Brief an Ministerpräsident Weil

Wir alle haben noch die Bilder der Hochwasserkatastrophe im Harz und Harzvorland vor Augen. Es ist nur wenige Wochen her, da dominierten die Bilder der Hochwasserereignisse die Nachrichten. Ministerpräsident Weil äußerte damals gegenüber der Presse, dass für den Hochwasserschutz mehr getan werden müsse. Richtig! Das ist unsere Meinung schon seit langem. Späte Einsicht ist immerhin auch eine Einsicht.
Trotzdem befürchten wir, es wird auch hier nur bei verbalen Ankündigungen bleiben. Denn Hochwasserschutz fängt immer mit präventiven Hochwasserschutzmaßnahmen an. Und in dieser Beziehung ist die Landesregierung nicht nur ein „Spätzünder“. Das Umweltministerium ist die Instanz, die bis heute wirkungsvollen Hochwasserschutz verhindert.
Wir alle haben gelernt, das Hochwasserschutz ganzheitlich entlang eines Flusses geleistet werden muss – und zwar von allen Anrainerkommunen.
Gerade wir an der Este sind auf dem Weg, eine Hochwasserpartnerschaft zu gründen. Aber es geht SEHR  langsam und verschiedene Gemeinden aus dem Oberlauf verweigern sich.
Kann das so hingenommen werden? Natürlich nicht!
Was tut das Ministerium? Nichts.
Jetzt wäre es an der Zeit, aus Hannover eine Verbandsgründung ähnlich wie an Lühe/Aue anzuschieben, damit endlich die KLEE-Umsetzung beginnen kann.
Genau deshalb haben wir in einem Offenen Brief Ministerpräsident Weil gebeten, sich hierfür aktiv einzusetzen und die notwendigen Schritte zu veranlassen.

Weiter zum Offenen Brief:

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