Appell an unsere Buxtehuder Freunde!

Legen Sie bitte Widerspruch gegen den Planfeststellungsantrag zur Verbesserung des Hochwasserschutzes im Innenstadtbereich von Buxtehude ein.
Warum ? Es geht doch um Hochwasserschutz.
Nein! Das ist eine Täuschung! Der Titel des Antrages ist ein Hohn. Sie haben nur Nachteile und guten Grund, Einwendungen zu erheben. Und zwar alle Bürger: nicht nur die, die in der 50m-Zone wohnen. Letztere haben allerdings einen besonders guten Grund, sich an den Einwendungen zu beteiligen.
Überlegen Sie bitte einmal:
Würden Sie das Hochwasser oberhalb – im extra dafür ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet -rückhalten und dann gesteuert abfließen lassen, haben sie ein vollkommen kontrolliertes Hochwassermanagement. Kein Haus wird gefährdet. Keine nassen Keller, keiner bekommt nasse Füße. So machen es alle – überall – nur nicht in Buxtehude!
Hier wird das Wasser per Deiche und Wände durch die Stadt geführt. Das am Sperrwerkstor in Cranz rückgestaute Wasser dringt dann „rückwärts“ in die Stadt ein und steht hoch in der Viver.
Das ist kein Natureiereignis. Das ist hausgemacht und so gewollt!!!
Die Stadt holt sich das Hochwasser in die eigene Stadt.
Und verbaut sich freiwillig durch Deiche den natürlichen Abfluss des Hochwassers zurück in Viver und Este.
Die Folgen einer solchen Maßnahme sind noch gar nicht vollständig erfasst.

Überdenken Sie bitte die Konsequenzen:
1. Wenn Sie ein Haus in der 50m- Zone haben, haben Sie eingeschränktes Eigentum.
2. Keine Umbauten, Anbauten; stattdessen Veränderungsverbot. Änderungen nur mit Sondergenehmigung aus Stade. Sondergenehmigungen als Dauermaßnahme sind gerichtlich untersagt, selbst wenn – wie bisher – der Landkreis mit Augenmaß handelt. Aber sie haben keine Rechte mehr.
3. Dieses betrifft Hausbesitzer, die noch gar nicht ahnen, dass sie dazugehören. Alle Anlieger in einem 100m breiten Streifen quer durch die Innenstadt, über Teile des Ellerbruchs, dann hoch bis zum Mühlenteich.
4. Die Werte der Häuser und Grundstücke sinken erheblich. Trennen Sie sich von eventuellen erhofften höheren Verkaufserlösen.
5. Sind Ihre Häuser hoch beliehen? Dann beten Sie, dass Ihnen die Banken nicht die Hypotheken kündigen, denn der Gegenwert ist nicht mehr vorhanden (Subprime Krise diesmal hausgemacht)
6. Minideiche, Mauern oder Spundwände werden die Stadt durchqueren und dabei viele Grundstücke kreuzen. Dann helfen auch die vielen Verschönerungsmaßnahmen in der Planung nicht weiter.
7. Für die folgenden Szenarien stellen Sie sich bitte einen HQ100- Starkregen vor. Dagegen ist der Starkregen, wie sie ihn in 2002 erlebt haben, gar nichts. Und schon damals stand die Innenstadt kurz vor der Überflutung.
8. Im Falle eines Starkregens müssen alle Regensiele geschlossen werden. Und zwar jedes Siel. Das betrifft alle Häuser der Innenstadt. Regen prasselt herunter, Dachrinnen, Abflussrohre voll. Rückstau auf ganzer Linie, denn der Abfluss in Este und Viver ist geschlossen. Wasser dringt aus Sielen oder steigt eventuell in Fallrohren hoch. Was passiert eigentlich mit den Häusern. Können Schäden entstehen? Diese Folgen könnten dramatisch sein.
9. Das Wasser sammelt sich in der Stadt und läuft in die Keller oder sogar in erdgeschossige Bereiche. Und zwar überall.
10. An den Este – und Viverbrücken bildet sich ein Rückstau, der – entgegen der Versicherung der Planer – bis zu 0,5 m betragen kann. Dieser Brückenstau schaukelt sich flussaufwärts zu noch höheren Werten auf. An diesen Stellen wird das Hochwasser in die Stadt eindringen.
11. Jetzt muss gepumpt werden. Wenn man die Schäden eingrenzen will, hängt alles an der Pumpleistung, um das Wasser aus der Stadt zu kriegen. Aber das Wasser steht hoch in der Viver. Sie müssen aus dem gesamten Stadtgebiet das Wasser in die Viver und die Untereste pumpen, damit es sich dort verteilt. Wenn nur ein an einer Stelle entlang der
4 km Deichlinie in der Stadt ein Deichbruch oder eine Unterspülung droht, muss das Pumpen sofort eingestellt werden. Dann ist die komplette Katastrophe Realität geworden.
12. Alle Dammbalkensysteme müssen halten, sonst ist ebenfalls die Katastrophe da.
Was für ein Risiko!
13. Die Stadt voll Regenwasser. Das Wasser steht hoch in der Viver und drückt auf den Grundwasserspiegel. Der steigt. Entlang der Este – wie weit ist schwer zu schätzen – werden die Kellerwände feucht. Grundwasserdruck ist erheblich. Wenn Häuser nicht „modern“ gebaut sind, haben sie ein richtiges Problem. Grundwasserpumpen – wie sie viele Häuser haben – helfen hier nicht. Wohin soll man dann jetzt noch pumpen, wenn alles nass ist.
14. Die Häuser in Hanglanglage zur Este können schon lange nicht mehr normal das Grundwasser loswerden, weil die Mauern und Spundwände den natürlichen Abfluss zur Este unterbinden. Hier wird der hohe Grundwasserspiegel zum Dauerproblem. Da hilft nur pumpen und nochmal pumpen. Aber was ist dann mit den Sickerströmungen, die die Fundamente unterhöhlen?
15. Und umgekehrt: In den Spundwänden sollen Öffnungen bleiben, damit das Grundwasser in die Este gelangt. Schön: Aber im Hochwasserfall freut sich das Hochwasser, hat die Stadt doch extra Soll-Öffnungen gelassen.

Sollen wir weiter argumentieren? Wohl nicht. Alles nicht ausgegoren! Alles mit heißer Nadel gestrickt, um an Fördergelder zu kommen. Ist diese Motivation das Risiko für die Stadt Buxtehude wert? Wo bleibt das Verantwortungsbewusstsein des Stadtrates?

Also: Nehmen Sie ihr Schicksal in die eigenen Hände! Sie haben allen Grund dagegen Einspruch zu erheben.
Wer nicht einwendet hat zugestimmt!
Wer nicht einwendet, verliert alle Klagerechte!
Wer nicht einwendet, verliert alle Schadensersatzansprüche.
Einwendungen kosten nichts: Nur Porto. Aber man kann viel gewinnen.
Wenn Sie Widerspruch erheben wollen:
– Beteiligen Sie sich an der Rechtsvertretung der bereits zusammengeschlossenen Buxtehuder Bürger
– Nutzen Sie ausgearbeitete Einwendungen der BI-Este.
– Wenden Sie sich an H. Gönnert, 04161- 83541 ; thomas.goennert@web.de
Und bitte schicken den Link unserer Internetseite an möglichst viele email- Adressen aus Ihrem Bekannten- und Freundeskreis. Dies mit der Bitte, diese mögen es ebenso weiterstreuen. Je mehr Bürger sich an den Einwendungen beteiligen, umso besser.

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