Auch Buxtehude stimmt der Estepartnerschaft zu!

Am 17.5.2017 fand die Sitzung des Betriebsausschusses der Buxtehuder Stadtwerke statt. Im Betriebsausschuss sitzen anteilig Ratsvertreter aller Fraktionen, und werden zu den laufenden Themen der Stadtwerke unterrichtet.
Diesmal stand das Thema Estepartnerschaft auf der Tagesordnung. Die Diskussion war kurz und eindeutig. Alle Parteien waren einhellig dafür, dass Buxtehude an der Estepartnerschaft teilnimmt.



Fr. Biesenbach hatte mehrere Ergänzungswünsche zum § 2 des Kooperationsvertrages, um die Arbeit der Partnerschaft verbindlicher zu machen. Ähnliche Vorschläge waren auch bereits in Jork geäußert worden. Auch das schien von allen geteilt zu werden. H. Dittmer von den Stadtwerken hatte solche Vorschläge schon mehrfach gehört, wie er mitteilte, und wollte diese Vorschläge für die weiteren Beratungen zum Kooperationsvertrag mitnehmen.
So weit so gut. H. Dittmer wies aber auch darauf hin, dass 5 (!!!) Parteien aus dem Oberlauf bisher nicht an der Estepartnerschaft teilnehmen wollen. Bei 2 davon ist es durchaus nachvollziehbar: Es sind der Landkreis Heidekreis und der Ort Schneverdingen. Hier hat die Este im absoluten Quellbereich nur Grabengröße und führt noch nicht einmal durchgängig Wasser. Diese Absage kann man durchaus verschmerzen, denn die wichtigen Oberlaufabschnitte liegen im Landkreis Harburg.
Der Landkreis Harburg selbst ist ein absoluter Befürworter der Partnerschaft. Also haben immerhin drei Gemeinden aus dem Kreisgebiet Probleme mit der Estepartnerschaft – welche es auch sein mögen.
Allerdings konnte H. Dittmer aus Vertraulichkeitsgründen nicht die Namen dieser Gemeinden nennen. Diese Verweigerung ist höchstwahrscheinlich die Grundhaltung von Oberliegern, die nur ihr Wasser loswerden wollen, aber nicht die Verpflichtungen des Wasserhaushaltsgesetzes für sich selbst gelten lassen wollen.
Eine solche Haltung ist natürlich nicht akzeptabel und wir gehen davon aus, dass hier noch entsprechende Diskussionen stattfinden werden.
Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!
Auf der Betriebsausschusssitzung war auch der Oberdeichrichter H. Ulferts geladen, der auch hier über die geplante Verbandsgründung an Lühe/Aue berichtete. Auch dieser Plan wurde einhellig begrüßt und Buxtehude ist auch hier Mitglied des Verbandes, denn der Bullenbruchpolder muss umwallt werden, um Dammhausen im Hochwasserfall zu schützen. Es wurde sogar gesagt, dass das Verbandskonzept an Lühe/Aue auch später ein Muster für die Este sein kann.
Auch dem können wir nur zustimmen.
Es wurde aber auch deutlich, dass parallel noch von der Ratsmehrheit am Minideichkonzept festgehalten wird, obwohl jetzt ein durchaus geeigneter Zeitpunkt wäre, das Planfeststellungsverfahren einzustellen.
Hier wird noch auf die neuen Zahlen des NLWKN gewartet, die Ende des Jahres vorliegen sollen. Unserer Ansicht nach wird Vieles in der Buxtehuder Meinungsbildung davon abhängen, ob auf Grundlage der neuen NLWKN-Zahlen sich die bisher ausgewiesenen Überschwemmungsgebiete deutlich reduzieren. Davon muss man eigentlich ausgehen, wenn man in der Logik der letzten Aussagen von H. Schuermann aus dem Mai 2016 bleibt. Tritt dieses tatsächlich ein, läge eine ganz andere Gefahrensituation vor. Wir gehen davon aus, dass dann tatsächlich noch einmal das Minideichkonzept überdacht wird.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.