Buxtehude hält an Minideichen fest

Bericht über die Veranstaltung zum Thema Hochwasserschutz und Minideiche am 2.12.2013 in Buxtehude

von Klaus Wawrzyniak

Um es gleich vorweg zusammenzufassen:

Das gestern war eine wohlinszenierte Show der Stadt Buxtehude um als Teil des Planfeststellungs-verfahrens formal die Öffentlichkeit zu beteiligen. Ein Interesse der Stadtvertreter, beginnend mit dem Bürgermeister, hier Informationen auszutauschen und die Hinweise der Öffentlichkeit, also auch unserer Vorbehalte gegen die Planung der Minideiche, aufzunehmen, bestand zu keinem Zeitpunkt.

Herr Badur hat in seiner ihm eigenen polemischen Art durch die Veranstaltung geführt und mehrfach unangemessene  Kommentare zu Stellungnahmen der Bürger abgegeben. Die Buxtehuder Verwaltung hat insofern ihre Hausaufgaben gemacht, als dass sie die in der Veranstaltung am 14.11. in der OVA genannten Punkte: u.a. die Deichhöhen in Cranz, in ihre Unterlagen mitaufgenommen haben und aus einem Papier der Stadt Hamburg zu Deichhöhen mit 3,40 m zitiert haben. Dass die tatsächliche Höhe eine andere ist interessierte sie nicht.

IG - Este verteilt Infomaterial Grosses Interesse

 

 

 

 

 

 

Das gilt leider für die ganze Veranstaltung. Es wurde die beabsichtigte Planung vorgestellt und die dazu bereits durchgeführten  Schritte. Die gesamte Planung ist aus Sicht der Stadt Buxtehude formal korrekt und berücksichtigt auch die Unterlieger der Este, da sie ja davon ausgehen können, dass die für die Untereste festgesetzte Bestickhöhe ausreichend ist. Gleiches gilt für die durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfung. An der Untereste sind zum Beispiel keine Kulturgüter (also unsere Häuser)zu betrachten, da durch die beabsichtigten Maßnahmen keine Veränderung der Verhältnisse eintreten. Weil die ja seit 1973 Überflutungsfläche sind. Diese Logik zog sich durch alle vorgestellten Punkte. Hinweise auf real andere Verhältnisse und das unsere Häuser erstmalig seit mehr als 50 Jahren wieder zur Polderfläche werden interessierte niemanden der Stadtvertreter.

Hier ist noch Luft nach oben.... Das Wasser steht bis zur blauen OBERKANTE

 

 

 

 

 

 

Auf Kritik am NLWKN aus der Versammlung reagierte Herr Badur derart, dass er allen Ernstes behauptete, dass das NLWKN ja als Planungsbehörde quasi wie ein Gericht agieren würde. Dass der Vertreter des NLWKN es für bemerkenswert hielt, dass die Este an der Mündung mit einem Sperrwerk versehen ist und dies in Niedersachsen nicht die Regel sei, finde ich nun wieder bemerkenswert. Zudem antwortete der Vertreter des NLWKN auf die Frage, wann denn für die Este der gesetzlich geforderte Hochwassermanagementplan erstellt wird, dass hier nach Prioritäten gearbeitet wird und dieser in sechs Jahren, also 2019, vorliegen würde.

Noch eine persönliche Anmerkung zu unserem Deichverband: Die Festlegung der Bestickhöhe von 4m durch das NLWKN in 2006 ist ohne jede Kenntnis der tatsächlichen Deichhöhen durchgeführt worden. Der Deichverband, der als unser aller Interessenvertretung hierzu hätte Stellung nehmen müssen, weiß bis heute nicht wie die tatsächlichen Deichhöhen aussehen.

Zudem hat der Deichverband die erste Planung von Minideichen für das Stadtgebiet Buxtehude gemacht, obwohl seine Zuständigkeit an der Flethschleuse endet, sie somit gar nicht zuständig dafür waren und möglicherweise dafür unsere Deichbeiträge aufgewendet wurden. Meine Empfehlung, löst den Laden auf. Das spart Geld und macht auch klar wer hier das Sagen hat.

Es war wichtig dass wir da waren. Das Rainer unsere Hinweise schriftlich übergeben hat und diese damit zum Protokoll der Veranstaltung genommen werden mussten. Das Uli laut und deutlich unsere Position vertreten hat und das wir gezeigt haben, dass die Buxtehuder Planung kein Selbstläufer ist. Mehr konnten wir dort nicht erreichen.

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