Deichverbandswahlen 2015: Ein Zwischenstand von der Este

Am 5.10. fanden – als erste von 4 Wahlveranstaltungen – die Wahlen zum Deichverband an der Este statt, und zwar im Rübker Feuerwehrhaus. Es waren ca. 250 Personen anwesend, davon waren schätzungsweise 200 Personen unserem Wahlaufruf gefolgt.So viele Leute sind wohl noch nie zu einer Wahlversammlung des DV zusammengeströmt.
Wir möchten uns bei allen Teilnehmern, die an diesem Abend gekommen sind, bedanken.
Der Dank kann nicht hoch genug ausfallen, denn unser aller guter Wille, die Wahl vernünftig über die Bühne zu bringen, wurde auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Der Wahlabend dauerte bis fast 24:00 Uhr!!! Wer sich in Selbstdisziplin üben wollte, war genau am richtigen Platz.

Gosses Interesse
Der Raum war viel zu klein. Das Feuerwehrfahrzeug musste aus der Halle gefahren werden, um extra Bänke aufzustellen. Hier wäre es sinnvoll gewesen, von Anfang an einen größeren Raum vorzusehen. Die Prozedur der Registrierung der Teilnehmer mit Ausgabe der Wahlkarten und Übertragung des Stimmgewichtes dauerte ca. 2,5 Stunden und begann schon um 18:00h. Die Wahlauszählung selbst war eine Tortur. Ca. 250 Stimmzettel mit jeweils individuellem Stimmgewicht mussten in jeweils drei Wahlgängen in eine Excelliste übertragen werden.

an den Deichwahlen
Wie viel einfacher wäre es gewesen, wenn die Wahlordnung das Prinzip
„1 Mann/Frau = 1 Stimme“ vorgesehen hätte. Wir wären schon mindestens nach der halben Zeit fertig gewesen.
Aber das war vom Deichverband politisch aus nicht gewollt. In der neuen Satzung wurde ja – wie wir bereits geschrieben haben – jede wesentliche Änderung abgelehnt. Der Deichverband soll zwar Menschenleben schützen, aber abgestimmt wird nach Quadratmeter und Steueraufkommen. Die „Menschenleben“ sind in der Wahl unterschiedlich viel wert!
Das hat man auch in dieser Wahl gesehen. In unserem Fall hat ein einziges Stimmgewicht – woher es auch kam – ca. 25% des gesamten anwesenden Stimmaufkommens ausgemacht und das Wahlergebnis entscheidend beeinflusst. Genau das ist höchst undemokratisch – ganz egal wer davon profitiert. Wir werden nicht aufhören, diese Wahlordnung zu kritisieren.
Hier die gewählten Deichgeschworenen:
– Hellmut Ellmers (Rübke)
– Karsten Palm (Moorende)
– Klaus Matthees (Rübke)
Wir freuen uns, dass Karsten Palm, den wir in unserem Wahlaufruf unterstützt hatten, die Wahl zum Deichgeschworenen geschafft hat. Herzlichen Glückwunsch.

Als Stellvertreter der Geschworenen wurden gewählt:
1. Uwe Klindtworth (Rübke)
2. Uwe Gevers (Rübke)
3. Anne Harms-Friedrichsen (Estebrügge)

Karsten, Christian und Anne, vielen Dank für eure Kandidatur.
Wir wollen aber auch den Rübker Deichgeschworenen und Stellvertretern zur Wahl gratulieren. Neben der Deichsicherheit ist für die Rübker und Neu -Wulmstorfer Bürger wichtig, dass die Entwässerung in die Este funktioniert – gerade wenn wir Starkregen haben. Somit haben wir eigentlich ganz ähnliche Interessen und werden uns von unserer Seite um eine konstruktive Zusammenarbeit bemühen.

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