Die Este-Partnerschaft kommt !

Am 25.11.2016 war die IG-Este aus der Gemeinde Jork und aus Hamburg Cranz
zu einem Gespräch bei H. Roesberg und H. Bode in Stade eingeladen. Dieses Gespräch war schon Wochen vorher angekündigt worden, denn es sollte über die nächsten Schritte aus dem KLEE-Projekt informiert werden.
Hochwasser in Estebrügge_2014

Zur Erklärung: KLEE steht für Klimaanpassung im Einzugsgebiet Este. In diesem Projekt wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der Technischen Universität Hamburg -Harburg ein Hochwasserschutzkonzept von der Quelle bis zur Mündung entwickelt. Dieses Projekt hat große Zustimmung erfahren: von den Landkreisen Harburg und Stade, von der Stadt Buxtehude, von der Gemeinde Jork, von den Deichverbänden, dem Wasserverbandstag und letztlich auch von uns, die wie andere Initiativen auch mit eingebunden wurden. Wer mehr darüber wissen möchte, kann dies auf der offiziellen KLEE-Webseite http://klee-este.de nachlesen.

Damit ergab sich die große Chance, jetzt zu einem gemeinsamen Ansatz zum Hochwasserschutz an der Este zu gelangen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass die Landkreise jetzt mit der Este-Partnerschaft an die Öffentlichkeit gehen.

Was sieht das Konzept der Landkreise vor:
Es wird eine vertragliche Partnerschaft für den Hochwasserschutz an der Este gegründet. Alle Gemeinden entlang des Flusses, bis hin zur Hansestadt Hamburg für den Stadtteil Cranz, sollten Teil der Partnerschaft sein. Wir hoffen, das Hamburg hier zu einer positiven Entscheidung kommt, denn es ist nur in ihrem eigenen Interesse, sich hier einzubringen.
Wir hoffen auch, dass die Stadt Buxtehude als größter Este-Anrainer und als Träger und aktiver Mitgestalter des KLEE-Projektes, jetzt auch eine führende Rolle in der Umsetzung einnimmt.
Ziel der Partnerschaft ist es, auf Basis des KLEE-Konzeptes zu einem konkreten Planungskonzept zu kommen: Was soll realisiert werden, wo und wann?
Aufgrund von Änderungen im WHG und Entscheidungen im Ministerium in Hannover, besteht die Möglichkeit, diese Hochwasserschutzmaßnahmen sehr weitgehend gefördert zu bekommen. So ist es nur verständlich, dass die Landkreise jetzt versuchen – auf Basis eines solchen Planungskonzeptes – die Bedarfe für die Este zu beantragen.
Wir hatten im Vorfeld die Gründung eines einheitlichen Unterhaltungsverbandes gefordert. Dieses geschieht vorerst nicht. Erst einmal möchten die Landkreise Art und Umfang der Maßnahmen kennen, um dann über diesen Schritt später zu entscheiden. Auch diesen Schritt können wir gut nachvollziehen. Der Weg über die Este-Partnerschaft ist sicherlich ein sehr sinnvoller Weg.
Wir hatten nur eine kritische Bemerkung zu machen: Falls es in der Partnerschaft zu Interessenkonflikten kommen sollte, muss auch eine Fachaufsicht eingreifen können. Diese Rolle haben wir bei den Landkreisen gesehen. Die Landkreise sehen diese Rolle eher woanders, z.B. beim NLWKN.  Der NLWKN wäre als Landesbetrieb zwar durchaus formal eine richtige Adresse.  Er läuft aber im Verständnis eines ganzheitlichen Hochwasserschutzes so neben der Spur, dass wir uns das z. Zt. nicht vorstellen können.

Zusammenfassend sei noch einmal zur Este – Partnerschaft gesagt:
– Eine hervorragende Initiative der Landkreise
– Ein guter Tag für den Hochwasserschutz an der Este.

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