Ein Besuch beim Landkreis Harburg

Im Landkreis Harburg verläuft der längste Teil der Este. Nur ein äußerst kurzer Abschnitt der Obereste befindet sich noch im Heidekreis.
Wenn also die Initiative von H. Roesberg (angeforderte Hochwasserrisikokarte des NLWKN) sowie die KLEE-Initiative Erfolg haben soll, ist die Partnerschaft mit dem Landkreis Harburg von entscheidender Bedeutung.
Wie steht also der Landkreis Harburg zu einer ganzheitlichen Hochwasserschutzplanung an der Este?
Das hat uns interessiert und wir haben um einen Termin gebeten. Das hat auch sofort geklappt und am 9.12. waren wir bei H. Peter in Winsen/ Luhe, der dort den Bereich Wasserwirtschaft verantwortet.
Unsere Vorabhaltung war nicht misstrauisch, denn wir hatten H. Peter schon im KLEE-Projekt in einer sehr konstruktiven Rolle kennengelernt. Schon an der Eingangstür zum Bereich Wasserwirtschaft prankte ein KLEE-Plakat, auf dem vollkommen richtig die Situation an der oberen Este dargestellt wurde.
Das Gespräch selbst verlief in äußerst sachlicher Atmosphäre. Wir können nicht das ganze Gespräch wiedergeben, aber doch einige wesentliche Äußerungen.
Auf unsere Frage nach der Harburger Sicht auf das KLEE-Projekt sagte H. Peter: “ Wenn wir es nicht ernst meinten, würden wir garnicht an KLEE teilnehmen!“
Auf Bemerkungen von uns zum ganzheitlichen Hochwasserschutz kam dann das klare Statement: “ Was sie erzählen, ist geltendes Wasserrecht!“ Wie wohltuend! Hatte uns doch gerade erst vor 3 Monaten der NLWKN in Stade erklärt, das WHG sei für Niedersachsen vollkommen belanglos.
Trotzdem stellte H. Peter klar, „keiner im Landkreis Harburg hätte Verständnis dafür, wenn dort die Füße nass werden, aber bei uns an der Untereste würden alle Füße trocken bleiben.“
Das war auch unserer Ansicht nach vollkommen klar und darf genausowenig akzeptiert werden, wie Überschwemmungen bei uns.
Und so stellten wir die Frage, ob man nicht im Rahmen eines Gesamzkonzeptes von der Quelle bis zur Mündung, die Naturräume zwischen den Siedlungen im Oberlauf und auch am Unterlauf so hochwasserschutzmäßig kontrollieren könne, sodass alle Siedlungen am Oberlauf der Este sowie die historischen Siedlungen an der Unterseste schadlos gehalten werden.
Darauf H. Peter: “ Davon bin ich überzeugt.“
Schon H. Rösberg hatte am 20.3. ein ähnliches Bekenntnis abgelegt. Und es ist auch unsere Meinung: Man kann mit Sicherheit für die Este im Rahmen eines Gesamtkonzeptes eine Lösung finden, die alle Anrainer gleichermaßen vor Hochwasser schützt.
Dieses Gespräch hat viel zur Vertrauensbildung beigetragen. H. Roesberg findet für seine Initiative sicherlich einen kooperationsbereiten Partner im Landkreis Harburg vor.
Auch wenn zum Schluß nur Taten zählen, ziehen wir trotzdem ein sehr positives Fazit aus diesem Gespräch.

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