Gefährdung des Alten Landes durch aktuelle Hochwasserschutzplanung

Förderverein Lühe- Aue e. V. Interessengemeinschaft Este
Was verbindet uns? Was können wir gemeinsam tun?

An beiden Flüssen werden Hochwasserschutzplanungen in erster Linie abschnittsweise ausgeführt, ohne den gesamten Flussverlauf in Betracht zu ziehen.

Die Leidtragenden sind die Bewohner an den Unterläufen beider Flüsse, denn die unteren Abschnitte der Flüsse werden als Hochwasserpolder angesehen. In solchen Planungen liegt ein erhebliches Gefährdungspotential für die einmalige Situation des gesamten Alten Landes

Forderungen an eine Hochwasserschutzplanung aus Sicht beider Interessenvertretungen:

– Erhalt der historisch gewachsenen Deichhufendörfer an Lühe und Este als orts- und landschaftsprägende Besonderheiten des Alten Landes.

– Rechtssicherheit für alle Bewohner auf und am Deich durch garantierten Bestandschutz der historischen Bebauung unter Bedingungen, welche moderne Wohnstandards ermöglichen. Andernfalls wird niemand in historische zum Teil denkmalgeschützte Gebäude investieren. Die Dörfer wären dem Verfall preisgegeben.

– Erhalt von ortsbildprägendem Baumbestand und Neupflanzung abgängiger Bäume soweit diese nachweislich bisher nicht deichgefährdend waren.

– Gemeinsames Auftreten gegenüber politischen Entscheidungsträgern

– Ganzheitlicher Hochwasserschutz für alle als Lösungsansatz

Allein ein Hochwassermanagement, das den gesamten Flussverlauf von der Quelle bis zur Mündung einbezieht, kann das Gefährdungspotential am Unterlauf von Este und Lühe mindern.
Für den Erhalt der einmaligen Situation des Alten Landes ist eine Änderung des niedersächsischen Deichgesetzes oder eine verbindliche Ausnahmeregelung für die Flüsse des Alten Landes zwingend erforderlich. Zudem sind die festgesetzten Bestickhöhen auf gebäudeverträgliche Maße zurückzusetzen.
Einzelmaßnahmen wie Renaturierung im Oberlauf, Regenrückhaltebecken, Querdämme, weitere Polder oder auch Schöpfwerke an der Mündung sollten von regional übergreifenden Unterhaltungsverbänden geplant und durchgesetzt werden.

Die formulierten gemeinsamen Forderungen werden wir an die verantwortlichen Gremien und Personen herantragen bis hin zu den höchsten Entscheidungsträgern in Landesregierung und Parlament. Förderverein und IG Este handeln dabei stets parteipolitisch unabhängig und konsensorientiert.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.