Häuser entlang der Este schützen: Es kostet zuviel!!!!??

Es kostet zu viel!!!!!  Diesmal setzen wir uns dem Argument auseinander, die zusätzlichen Schließungen (ca. 60) würden zu viel kosten.
Dieses Argument wurde uns entgegengehalten, als wir um eine Anpassung der Schließordnung für das Innere Sperrwerk in Cranz gebeten hatten. Lesen Sie/Ihr bitte die zwei vorhergehenden Artikel zu diesem Thema.
Man könnte denken, wir hätten den Bau eines neuen Sperrwerkes gefordert oder sonstige Millionenforderungen gestellt. Keineswegs!!

Es geht lediglich um die Tatsache, dass für die Schließung des inneren Sperrwerkes jemand von der WSA  aus Stade extra nach Cranz kommen muss. Das ist im Jahr 2006 nach Aussage des WSA 206 mal geschehen.
Wir wollen gar nicht gegen das WSA argumentieren. Das WSA macht seine Arbeit gut und zuverlässig. Und wenn wir Probleme haben, sind die Mitarbeiter offen und hilfsbereit.
Es geht aber um die Tatsache, dass die Steuerung des Sperrwerkes in einem absolut urzeitlichen Zustand ist, der in keinem Fall mehr dem Stand der Technik entspricht. Wir meinen damit nicht den Sperrwerksbau selbst. Hier können wir uns kein Urteil mangels Kenntnisse erlauben. Wir meinen vielmehr die Fernüberwachung, Steuerung und Auslösung des Schließvorganges.
Es wäre interessant zu wissen, wo überhaupt noch in Deutschland so rückständig gearbeitet wird. Die meisten Schleusen werden von zentralen Leitstellen überwacht und gesteuert, Sperrwerke schließen automatisch oder auch von Leitstellen aus.
Nehmen wir nur das große Sperrwerk an der Estemündung. Das Sperrwerk ist kameraüberwacht, damit keine Boote oder Störgegenstände zwischen die Tore geraten können. Der Schließvorgang wird dann von der Leitstelle ausgelöst.
Das kann man doch ohne weiteres auch für das Innere Sperrwerk nachrüsten und die Überwachung und Schließung von Stade aus vornehmen.
Hier wären einmalige Investionenskosten notwendig, die noch nicht einmal hoch sein dürften. Und nur im Notfall müsste dann ein Mitarbeiter anfahren, um z.B. im Falle einer Störung das Sperrwerk manuell zu bedienen.
Man kann doch nicht die vollkommen unzureichende Automatisierung des Sperrwerkes aus Kostengründen gegen die zu schützenden Bürger wenden, und die Fahrtkosten gegen die Sicherheit der Häuser an der Este aufrechnen.
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