KLEE: Abschlussveranstaltung eines vorbildlichen Projektes: Jetzt soll es weitergehen!

Schon oft haben wir das KLEE – Projekt (Klimaanpassung im Einzugsbereich Este) gelobt. Gestern, am 22.6., fand die Abschlussveranstaltung in Hollenstedt statt.
Das Projekt – unter der Trägerschaft der Landkreise Harburg und Stade sowie der Stadt Buxtehude – wurde unter der wissenschaftlichen Leitung der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH) durchgeführt. Es wurden die Ergebnisse, der KLEE_DSC_5347
Maßnahmenkatalog, die Bewertung und Priorisierung vorgestellt. Dabei wurde die Este von der Quelle zur Mündung betrachtet und ein ganzheitlicher Katalog vorgestellt. Dabei lag der Schwerpunkt eindeutig auf Hochwasserrückhalt im Oberlauf und auf Polderung im Marschbereich, sowie viele kleinteiligere Maßnahmen im Oberlauf, um den Sandabtrieb zu mindern.
Wer Einzelheiten wissen möchte, kann sich auf der offiziellen KLEE-Webseite informieren: http://klee-este.de
Nach dieser Darstellung führten sowohl H. Peter – Leiter der Wasserwirtschaft im Landkreis Harburg – als auch H. Bode – Kreisbaurat des Landkreises Stade – aus, dass es weitergehen müsse. Die Themen sind jetzt:
• Klärung von notwendigen Verbandsstrukturen. Hier gibt es viele mögliche Varianten, die bewertet werden müssen.
• Eine Abstimmung über den Umsetzungsplan
• Klärung der Finanzierung unter Nutzung von vielfältigen Fördermöglichkeiten durch Bund und Land. Zu diesem Thema hatte eine Mitarbeiterin des Projektträgers Jülich vorgetragen.
Wir halten es für eine sehr positive Nachricht, dass verantwortliche Vertreter beider Landkreise eine Umsetzung und Folgeaktivität aus dem KLEE-Projekt offiziell angekündigt haben!
Es wurde durch beide Herren darauf hingewiesen, dass die Umsetzung des Programms ein steiniger Weg sei. Denn bei der Umsetzung würden viele Eigentumsfragen entlang der Este berührt, die alle gelöst werden müssten. H. Bode stellte auch dar, dass auf Bundesebene gesetzliche Regelungen diskutiert werden, um für die Klimaanpassung leichter Enteignungen erzwingen zu können.
Unser Ratschlag wäre, sich auch noch bei den Landkreisen zu informieren, die schon eine solche übergreifende Verbandsgründung und Programmumsetzung erfolgreich durchgezogen haben. Man kann von positiven Beispielen nur lernen.

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