Kurzer Bericht über die Deichschau in Estebrügge am 22.10.2013

von Klaus Wawrzyniak

Um kurz vor Zwölf trafen die Herren und eine Dame des Deichverbandes II. Meile in Estebrügge ein, nachdem sie zuvor auf dem Estedeich aus Buxtehude gekommen waren. Aus dem Dorf waren zahlreiche Anwohner anwesend, die aus erster Hand hören wollten, was der Deichverband denn in Estebrügge zu bemängeln hätte.
Herr Hampe erklärte sogleich, dass seitens des Deichverbandes keine Mängel in Estebrügge festzustellen seien. Auf die Frage nach den Linden, erklärte er, dass durch die Gemeinde kranke Linden gefällt worden sind und der Deichverband aus Deichschutzgründen keine Neuanpflanzung genehmigen kann. Hier entspann sich dann eine Diskussion zwischen Anwohnern und der o.g. Dame, deren Namen und Funktion leider nicht bekannt gegeben wurde. Es wurde auf den Denkmalpflegerischen Ensembleschutz der Deichbebauung und der dazugehörigen Lindenallee hingewiesen. Wie nicht anders zu erwarten wurde dann wieder mit dem Deichschutz argumentiert. Bevor die Diskussion jedoch zu heftig wurde, gingen alle langsam Richtung Holst wo durch die Vertreter des Deichverbandes ein Mittagessen eingenommen werden sollte.

Die Linden in Estebrügge Grosses Interesse von Estebrüggern

Bei dem kurzen Spaziergang haben mehre Anwohner die Gelegenheit genutzt mit einzelnen Deichrichtern ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden dann auch die Positionen nicht mehr heftig, sondern ruhig und sachlich vertreten. Es war merkbar, dass dann auch deren Aussagen deutlich zielorientierter wurden. Meine Wahrnehmung ist, dass der öffentliche Druck sich auswirkt. Als man feststellte, dass sind ja ganz normale Bürger, wurden alle deutlich umgänglicher

Mit Herrn Hampe habe ich dann auch über die Interessengleichheit für einen Unterhaltsverband Este gesprochen. Er erwähnte hierbei, dass es bereits 2001 eine Initiative gegeben hätte, aber die beteiligten Parteien und Gremien dies in zehn Jahren nicht auf die Reihe bekommen haben. Dann sei ja auch das liebe Geld nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Umso mehr sollte es doch auch im Interesse des Deichverbandes sein, gemeinsam die Politik der Landkreise Harburg und Stade, der Stadt Buxtehude und der Gemeinde Jork durch entsprechenden öffentlichen Druck in Bewegung zu bringen.

In der Diskussion... mit dem Deichverband

Ich finde, es hat sich gelohnt an der „Deichschau“ teilzunehmen. Wir haben gezeigt, dass wir durchaus mit uns reden lassen und konnten zumindest bei dem einen oder anderen unsere Argumente loswerden. Offensichtlich war aber auch die Unkenntnis einiger Deichrichter über die konkreten Verhältnisse bei uns im Dorf.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.