„Land unter“ als Normalfall in der Wintersaison

In der letzen Zeit sehen wir ganz häufig, dass das Hochwasser an niedrig gelegenen Häusern steht oder auch Gärten und Bootstege überflutet. Unsere Bilder der letzten Tage sprechen für sich.

Hochwasser in Estebrügge_2014 Hochwasser Feuerwehr 2014 Hochwasser Bootssteg_2014

Der HW Pegel soll dabei  PN 738 cm betragen haben, also 2,38m ü NN, was bei einer Schließordnung von 740 cm vom NLWKN als normal bezeichnet wird.

Dazu muß man folgendes wissen: Die Sommerschließordnung sieht eine Schließung des inneren Sperrwerkes bei 720cm, die Winterschließordnung bei 740 cm vor. Trotzdem erscheint uns der aktuelle Wasserstand besonders hoch. Vielleicht drückt auch inzwischen das Wasser mit höherer Energie durch das Sperrwerk, sodass eine höhere Wassermenge und höhere Hochwasserwelle vor der Schließung in die Este gelangt. Wir wissen inzwischen von der Auswertung der Sperrwerksdaten des WSA, das in 15% aller Tiden der Pegel über PN 735cm steigt.

Wir können nur daraus den Schluß ziehen, dass wir mit dieser Situation nicht leben können. Wenn Häuser im Winter in Zukuft im Normalfall im Wasser stehen, ist das unzumutbar.

Da müssten dann schon ganz besondere Gründe her. Die gibt es nicht. Das WSA erklärte vor zwei Monaten, man wolle im Winter den Pegel in der Elbe nicht zu hoch steigen lassen, deshalb gäbe es die „Winterschließordnung“. Doch schätzen wir mal grob ab: 20 cm Pegelunterschied machen für die Este ca. 40000m3 aus. Selbst unter Annahme, dass man bei allen Nebenflüssen den Pegel um 20cm absenkt, kommen vielleicht die 10-fache Menge zusammen. Aber auch das macht im riesigen „Vorfluter  Elbe“ nur Millimeter im Hochwasserpegel aus . Das Problem steht in keinem Verhältnis zum Problem an der Este.

Die Schließordnung wird z. Zt. vom NLWKN überarbeitet. Wir müssen konsequent fordern, dass:

  • die Winterschließordnung abgeschaftt wird und
  • die Sommerschließordnung allgemeingültig wird

 Wir werden uns mit dem NLWKN und das WSA in Verbindung setzen

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