Lühe/Aue überholt die Este

Heute, am 23.3.2017, war in der Presse zu lesen, dass an Lühe und Aue ein Hochwasserschutzverband gegründet werden soll.

Steinkirchen an der Lühe

Es hat dazu letzte Woche eine vom Landkreis Stade getragene Fachkonferenz gegeben, auf der die beteiligten Behörden, Verbände und Kommunen darüber beraten haben.

Mit diesem Beschluss haben Lühe und Aue die Estepartnerschaft überholt.
Das wollen wir keinesfalls kritisieren. Im Gegenteil: Was Landkreis, Deichverbände und Kommunen hier planen, ist wirklich hervorragend. Darüber kann man sich nur freuen.

Wir haben auch inzwischen einige Grundsatzbeiträge von beteiligten Partnern bekommen. Hier wird ganz systematisch der Gedanke des ganzheitlichen Hochwasserschutzes entwickelt. Wir wollen dies nicht im Detail wiederholen, denn wir haben schon oft über diese Grundlagen geschrieben.
Der ganzheitliche Hochwasserschutz ist jetzt – auch mit Unterstützung von NLWKN und Wasserverbandstag – Bestandteil und Motivation der Verbandsgründung an der Lühe.

Der Bullenbruchpolder:
Es lag ein konkreter Anlass vor, der diesen Vorgang so beschleunigt hat. Der Bullenbruchpolder ist nur halb fertig. Er muss noch umwallt werden und muss dann als Polder betrieben werden. Dies hat auch finanzielle Betriebskosten für Wartung und Erhalt des Polders zur Folge. Und diese Kosten können nicht nur vom Deichverband alleine getragen werden, sondern müssen auf alle umgelegt werden, die an Lühe/Aue am Hochwassergeschehen beteiligt sind. Das ist heute offensichtlich zwischen allen Anliegern an Lühe und Aue unstrittig, auch wenn der Umlageschlüssel noch nicht genau festgelegt ist.
Auch ist bemerkenswert, dass – obwohl z. Zt. nur der Bullenbruch realisiert wird – auch weitere Retentionsmaßnahmen an der Aue nicht ausgeschlossen werden.

Unterstützung
Und das Harsefeld als große Kommune am Oberlauf diese Verbandsgründung unterstützt, sollte man auch noch einmal besonders hervorheben.
Alles in allem eine wirklich tolle Entwicklung, die zum Leuchtturmprojekt werden kann.
Und gerade deshalb freuen wir uns darüber und können den Beteiligten nur unsere Anerkennung dafür bezeugen.

Estepartnerschaft
Jetzt sollte es auch an der Este mit der Estepartnerschaft weitergehen. Vom Landkreis liegt der Entwurf eines Kooperationsvertrages vor. Auch hier wird der Estepartnerschaft die Aufgabe des „partnerschaftlichen Hochwasserschutzes“ als Aufgabe zugewiesen. Über den Fortgang dieses Projektes werden wir immer aktuell informieren.

 

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