Brief an das Umweltamt Stade bezüglich der Eichen am Estedeich in Moorende

Eichen am Estedeich in Moorende

Sehr geehrter Herr Huskamp,

vor einiger Zeit haben wir (Herr Grabitz) wegen der Eichen in Jork-Moorende vor den Häusern 45 – 49, von denen zwei für die Fällung markiert sind, telefoniert. In dieser Angelegenheit wenden wir uns nun wieder an Sie. Im „Vermerk: Baumschau im Bereich des Deichverbandes der II. Meile des Alten Landes“, vom Naturschutzamt Stade, das der Gemeinde Jork Anfang September zuging, wird summarisch von „Gefährdung durch Ausbrechen von großen Ästen, Deichunterhaltung nur unzureichend möglich, Gefahr für Deich und Gewässer, Este“ gesprochen.

Wir haben uns zwischenzeitlich mit dem BUND, Ortsgruppe Stade, die auch vor Ort waren, besprochen und diese ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Möglichkeit, die Bäume ohne Gefährdung für die Deiche zu erhalten durch pflegerische Maßnahmen eindeutig gegeben ist. Ein ebenfalls hinzugezogener professioneller Baumpfleger ist bereit und in der Lage, die Pflege durchzuführen. Die Deichunterhaltung, d.h. die Pflege der Grasdecke am Deich selbst, wird durch die Bäume nicht eingeschränkt, da diese nicht im Deichkörper stehen. Belastungen der Grasnarbe durch Blätterfall etc. können ebenfalls durch eine entsprechende Pflege vermieden werden. Eine Gefährdung des Ufers durch die Bäume bzw. deren Wurzeln kann überhaupt nicht erkannt werden (s. beigefügte Fotos). Im Gegenteil: In Aussagen von langjährigen Bewohnern am gegenüberliegenden Ufer wird darauf hingewiesen, dass die Bäume zur Sicherung des Ufers angepflanzt worden seien. Dass die Bäume zur Erfüllung dieser Aufgabe gesund sein müssen, ist uns bewusst.

Daher möchten wir Ihnen folgenden Vorschlag unterbreiten:

Die markierten Bäume werden nicht gefällt. Dadurch eingesparte Kosten können in die Pflege der Bäume investiert werden. Wir – die oben aufgeführten Absender – verpflichten uns, uns an Maßnahmen und Kosten für die zukünftige Pflege zu beteiligen. Details dazu müssten in einer Vereinbarung (mit dem Naturschutzamt und/oder Deichverband) geregelt werden.

Für Ihre freundliche Antwort (an Dr. H. Grabitz) bedanken wir uns. Mit freundlichen Grüßen

Hildegard von Gilgenheimb, Rosmarie Grabitz, Hubert Grabitz)

P.S.: Wir haben inzwischen einen Baumpfleger beauftragt, die Bäume im unteren Bereich freizuschneiden, damit bei der Deichschau am 16. Oktober die Verhältnisse am Deichfuss und an den Bäumen besser eingesehen werden können.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.