Planungsstopp am Estedeich

Die IG- Este hat diese Nachricht im BT mit Interesse registriert und bereits am 11.5. intern diskutiert.
Wir gehen nicht davon aus, dass das alles nur eine vorläufige taktische Variante ist. Wir haben beschlossen, diesen Schritt des Deichverbandes zu unterstützen.
Ein Bestick mit 4m Höhe mit 1:3 – Neigung und durchgehender Deichverteidigungsstraße ist eben im Alten Land nicht machbar – weder an der Este noch an der Lühe. Offensichtlich haben auch die Ergebnisse der Vorstudien gezeigt, dass eine derartige Umwandlung der Deiche an der Este nicht zu vertreten ist. Technisch wäre das alles eine riesengroßer Aufwand, von den Auswirkungen her absolut unzumutbar und von den Investitionskosten nicht zu finanzieren.
Dass der Deichverband daraus die Konsequenzen gezogen hat, kann man nur begrüßen und anerkennen.
Wie geht es jetzt weiter?
Jetzt ist der NLWKN am Zuge. Wird er auf der Umwandlung der Estedeiche zu Küstenschutzdeichen bestehen, trotz aller Auswirkungen auf die Menschen des Alten Landes? Zuzutrauen wäre dem Verband dieses allemal, hat er sich gegenüber uns doch als absoluter Hardliner in Sachen Hochwasserschutz präsentiert. Es soll ein neuer Bestick festgelegt werden? Aber auf welcher Grundlage? Soll wieder nur ermittelt werden, wieviel Wasser die Este hinunterfließt – quasi als Naturereignis mit entsprechender Deichhöhe bei uns, um das ganze Hochwasser aufzufangen. Oder wird die Wende in einer jahrzehntelangen falschen Hochwasserschutzpolitik eingeleitet, die das Verschlechterungsgebot für unsere Flüsse im Alten Land ernst nimmt.
Wir werden sehen, wie der NLWKN auf diese neue Situation reagiert. Unser Optimismus hält sich in Grenzen.

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