Regelmäßige Wasserhöchststände an der Este – Gespräch mit dem WSA in Hamburg über die Schließordnung

Seit längerem haben wir das WSA in Hamburg als Betreiber des inneren Estesperrwerkes und den NLWKN über die immer häufiger Hochwasserstände an der Este informiert. Die neue Schließordnung seit Mai 2015 –  für den Winter eine Verbesserung – zeigt für den Sommerzeitraum eine deutliche Verschlechterung des Zustandes. Wie stark sich der Zustand verschlechtert hat, hat auch uns überrascht.
Hochwasser in Estebrügge_2014

Die mit der Tide in die Este hineinlaufende Hochwasserwelle steilt sich immer mehr auf und überflutet immer häufiger Gärten und dringt an niedrigen Stellen bis an die Häuser vor.
Deshalb hatten wir ein Gespräch mit 4 Vertretern des WSA in Hamburg: H. Wittmüß , Fr. Gätje, H. Entelmann und
H. Junge.
Vorab: Das Gespräch war von Anfang bis Ende sachlich, freundlich und konstruktiv. Unsere Hinweise, Fakten und Bilder wurden bereitwillig entgegengenommen.
Generell wurde klargestellt, dass der Schnittpunkt zwischen WSA und NLWKN zwischen Betrieb und Schließordnung liegt. Das WSA ist für den Betrieb zuständig. Der NLWKN in Lüneburg ist für die Schließordnung zuständig, da er die wasserwirtschaftlichen Zusammenhänge an der Este zu verantworten hat.
Gemeinsam versuchten wir in der Diskussion, mögliche Zusammenhänge für diese stärkere Hochwasserwelle in der Este zu ermitteln. Wir mussten gemeinsam feststellen, dass entweder die Bemessungshöhe für die Bestimmung der Schließzeitpunkte nicht stimmt oder wir nicht alle relevanten Daten kennen, die den Hochwasserstand mit beinflussen. Dazu können z.B. die Schöpfwerksmengen gehören, Verschlickungen, usw.
Außerdem kennen wir den echten Pegel in Estebrügge/Moorende nicht, denn hier könnte sich durch die Verengung des Flusslaufes inzwischen eine stärkere Aufsteilung ergeben.
Wir planen ohnehin, in Estebrügge einen einfachen Pegel mit nur manueller Ablesung zu installieren. Das WSA sagte uns zu, uns bei der Höheneichung dieses Pegels zu helfen, damit wir allgemein anerkannte Daten erheben.
Wir werden eine Dokumentation der Situation an den NLWKN in Lüneburg schicken und wir werden auch dort versuchen, einen Termin zu vereinbaren. Danach müssen sicherlich alle relevanten Parteien an einen Tisch.
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