Volles Haus: Großes Interesse für die Informationsveranstaltung von Deichbürgern 13 (Lühe) und IG-Este

Am 9.10. fand in der Esteburg die Informationsveranstaltung statt. Ca. 200 Bürger von Este und Lühe waren gekommen, um sich die Berichte der handelnden Akteure in der Hochwasser- und Deichfrage anzuhören.


Auch dass so hochrangige Gäste aus Politik und Wasserwirtschaft ins Alte Land gereist waren, hat sicherlich viel Interesse geweckt. (siehe Gästeliste in der Einladung).



Zu Beginn haben H. Dammann-Tamke und H. Bäumer (CDU) den doch sehr wechselvollen Weg über 2 Jahre kurz nachgezeichnet – von der ersten Beratung im Ausschuss bis hin zum erreichten Kompromiss und bis zur abschließenden Landtagssitzung. Auch H. Kortlang (FDP-MDL) aus Hannover hat seine Unterstützung für den gefundenen Kompromiss vertreten. Es gab viel gegenseitiges Lob und Anerkennung der Akteure untereinander, denn nur die Zusammenarbeit von uns Bürgern mit den politischen Vertretern hat diesen Erfolg ermöglicht, über den wir inhaltlich schon ausführlich berichtet haben.
Es wurde auch von den beiden Vertretern hervorgehoben, dass es eigentlich kein großer Konflikt zwischen politischen Parteien war (trotz einiger Meinungsverschiedenheiten), sondern dass es letztlich galt, die Ministerialbürokratie zu einem Kompromiss zu bewegen. In diesem Sinne geht der Dank auch an Bündnis 90/Grüne und SPD.
Dann wurde aber der Blick nach vorne gerichtet. Themenschwerpunkt war, wie wir den Hochwasserschutz an Este und Lühe organisieren. H. Ulferts, Oberdeichrichter der


2. Meile, stellte das Verbandskonzept für Lühe/Aue vor. Dieses Konzept eines Dachverbandes für den gesamten Fluss, in dem die Einzelverbände zwar ihre organisatorische Eigenständigkeit in vollem Umfang beibehalten, aber gemeinsam für den gesamten Fluss Verantwortung übernehmen, ist unserer Ansicht nach ein mustergültiges Konzept.
Im Falle der Estepartnerschaft war die Diskussion schwieriger. Wir als IG – Este waren in unserer Rolle natürlich der ungeduldige Partner, der nach den Fortschritten fragte. In der Diskussion wurde durch viele Beiträge herausgearbeitet, dass man den Weg der Überzeugung gehen muss. (H. Dammann – Tamke, H. Ulferts, H. Hennies). Immerhin haben sich ja bereits viele Oberlaufgemeinden positiv geäußert und man solle da positiv ansetzen und auch noch diejenigen überzeugen, die noch zögern oder sich noch verweigern. Es wurde herausgearbeitet, dass alle- auch die Oberanrainer- einen Vorteil haben, wenn sie das Konzept für den gesamten Fluss Este mitgestalten können. Mit diesen Argumenten müsse man diese Gemeinden überzeugen, wobei auch eindeutig klar ist, dass keine Einzelgemeinde den gesamten Zug zum Thema Hochwassermanagement an der Este aufhalten könne und sollte.
Wir von der IG-Este haben dann auch zugesagt, diesen Weg mitzugehen und uns in die Gespräche mit den Oberlaufgemeinden konstruktiv einzubringen.
Insgesamt waren sich alle einig: Es gibt viele positive und sinnvolle Entwicklungen zum Hochwasserschutz. Anstatt an alte Konflikte zu denken, sollten wir alle zusammen nach vorne schauen und die positiven Initiativen weiter mit Leben füllen.

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