Vortrag der IG-Este beim Nautischen Verein Niederelbe

Am 21.10 war die IG-Este beim Nautischen Verein Niederelbe in Stade zu einem Vortrag eingeladen worden.

Ca. 30 interessierte Personen waren der Einladung gefolgt. Die IG Este war mit Arno Hagenah, Christian Janz, Bernd Voltmer und Rainer Podbielski vertreten. In unserem Vortrag versuchten wir die europäische und bundesdeutsche Gesetzgebung und Ausrichtung des Hochwasserschutzes der traurigen Praxis in Niedersachsen und speziell an der Este gegenüberzustellen.Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion und wir erhielten ausnahmslos Zustimmung für unsere Positionen und Aktivitäten. Spontan wurde uns Unterstützung von Gästen von der Dove-Elbe angeboten, die als Berechnungsreferenz für die Sperrwerksschließungen herangezogen wird. Teilweise konnten die Zuhörer angesichts so viel Unverfrorenheit in der Argumentation des NLWKN und der Stadt Buxtehude nur mit dem Kopf schütteln.

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Aber uns selbst ging es nicht anders. Wenn man die ganze Geschichte des Hochwasserschutzes zusammenstellt, wird einem der Widersinn der Buxterhuder Planung noch einmal richtig bewusst.
Das WHG des Bundes wollte mit diesem Gesetz der risikoreichen Entwicklung der Flüsse ein Ende setzen. Von diesem Punkt an sollte sich die Hochwassersituation an den Flüssen Stück für Stück verbessern. Wie kann man dann in Niedersachsen zulassen, dass die historische Deichbebauung im Alten Land in den baulichen Schutz der Aufstaubecken vor den Sperrwerken – quasi als lebendige Flutschutzmauer – einbezogen wird? Das ist das Gegenteil von Hochwasserschutz! Das ist das bewusste Inkaufnehmen von Hausüberflutungen nur zwecks Erreichung finanzieller Vorteile der Oberlieger.

Eigentlich ein unglaublicher Skandal!

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