Wird die WSA ihr Bauprivileg als Bundesbehörde einsetzen, um private Investitionsprojekte Dritter anzubahnen?

von Rainer Podbielski

Das klingt vielleicht provokativ – aber letztlich läuft es genau darauf hinaus.
Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht Artikel oder Leserbriefe im Buxtehuder Tageblatt erscheinen.
Wer sich darüber genauer informieren möchte, kann folgendes nachlesen:
– den offenen Brief der Anlieger in Groß-Hove an die Gemeinde und andere Behörden wegen des geplanten neuen WSA-Hafens.
– offizielles Antwortschreiben des WSA an H. Ingo Koch, Vertreter der Anlieger in Groß Hove.
Beide Schreiben sind sehr aufschlussreich.
Insbesondere das Schreiben der WSA endet mit der klaren Aussage: „Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass es außer dem Wunsch des Tauschinteressenten keine Veranlassung für das WSA gibt, den Bauhafen zu verlegen.“
Immerhin ein hochoffizielles Schreiben des WSA zu diesem Thema! Inzwischen ist weiteren Brief des WSA bei den Anliegern in Hove eingegeangen.  Darin steht, dass sie überrascht ist, was so alles in der Zeitung steht. Nach Angaben der WSA hat sich der Sachverhalt nicht verändert. Es gibt nur einen Vertragsentwurf für einen Grundstückstausch. Wörtlich weiter:“ Ob dieser eine Grundlage für eine Vereinbarung werden kann und noch im September unterschrieben werden kann, hängt  vom Fortgang der Vorarbeiten ab, die nicht von hier betrieben werden.“ Eine weitere Bestätigung, dass alles nur ein privates Tauschinteresse ist.
Jetzt stelle man sich vor, das WSA würde als Bundesbehörde einfach ohne Baugenehmigung die Hafenverlegung durchziehen und sich so gegen alle Hochwasserschutzrichtlinien und Umweltbedenken durchsetzen – nur, weil es ein Tauschinteresse eines privaten Investors gibt. Das hat mehr als ein „Geschmäckle“. Da darf sich das WSA nicht wundern, wenn sich die betroffenen Anlieger letztlich juristisch dagegen zur Wehr setzen.
Inzwischen hat die Initiative der Anlieger 300 Unterschriften gegen die WSA  – Pläne bei der Gemeinde in Jork  abgegen.  Viele aus Politik und Verwaltung haben sich gegen die WSA Pläne ausgesprochen. Wir werden sie auf dieser Webseite über die Fortgang informieren.

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