WSA – Hafen in Buxtehude zu teuer? Oder steckt noch mehr dahinter?

Der WSA – Hafen soll nach dem Willen der WSA von Buxtehude nach Groß – Hove verlegt werden.
Die Spatzen pfeifen es schon länger von den Dächer: Das Gelände soll für einen Investor und für Stadtvillen freigemacht werden. Aber ungelegen scheint der WSA das Ganze nicht zu kommen, denn sie will – so wie sie dem Tageblatt mitteilte – Betriebskosten sparen.
Wenn es um die Folgen der Hafenverlegung geht, werden die Esteanlieger – so auch wir als IG-Este – hellhörig. Auf die Kosten der WSA haben wir eine ganz eigene Sicht. Die WSA spart schon seit Jahrzehnten an der Este – und zwar massiv.
Der Buxtehuder Hafen ist komplett versandet, schon seit vielen Jahren ist er  nicht mehr ausgebaggert worden; das gleiche gilt für die ganze Untereste.  Der Barkassenverkehr ist so  bald nicht mehr möglich. Der Stadt Buxtehude ist aber die Ausbaggerung zugesagt worden, nicht nur für den Hafen sondern für die ganze Untereste. Wo bleibt diese?
Die Strömung in der Este hat enorm zugenommen. Auf der Außenseite der Flussschleifen wird das Esteufer angegriffen.  Das Holzbollwerk ist durch den  langen Alterungsprozess im Tidebereich  stark angegriffen und muss überholt werden. Das  Steinbollwerk aus Verbundsteinen wird unterspült und
sackt stark ab. Auch die Spundwand innerorts hat stellenweise Probleme und muss  repariert werden.

Die WSA unternimmt buchstäblich nichts. Das ist bisher das Kostensparprogramm der WSA. Insgesamt ist der Este so schon viel Stauraum genommen worden. Jetzt soll die Hafenverlegung hinzukommen. Fürchtet die WSA etwa, bald selbst nicht mehr wegen der Versandung in ihren jetzigen Hafen zu gelangen? Oder will sie nicht mehr ihre Probleme sehen?
Schon lange befürchten die Esteanlieger, dass sich die WSA aus Teilen der Este zurückziehen will und deshalb die Unterhaltung seit langem vernachlässigt. Wir müssen befürchten, dass dieses nur ein weiterer  Schritt zur Aufgabe der Este als Bundeswasserstraße 1. Ordnung ist.
Die Baumaßnahme der Hafenverlegung  wird der Este weiteren Stauraum kosten. Das geplante neue Hafengebiet im Vordeichgebiet liegt sehr tief und müsste wahrscheinlich erhöht werden. Dazu dann der Bau der Lagerhalle. Und das alles im Überschwemmungs –  und  FFH – Gebiet.
Vom Landkreis hätten wir erwartet, dass er hier seine  rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, anstatt auf das Privileg  des Bundes bei Baumaßnahmen hinzuweisen und der  Öffentlichkeit bereits die angebliche Unabwendbarkeit  der ganzen  Angelegenheit  beizubringen.

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