Zu den Hochwasserschutzplanungen der Stadt Buxtehude (Bau von Minideichen)

von Manfred Hoffmann, Sprecher der Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz

Der Umgang mit Wasser ist  d a s  fundamentale Thema für ein Leben in der Marsch. Für ein Überleben ist es gerade zu existentiell:

– Wasser als Hochwasser (Oberwasser)

–  Wasser als Küstenschutz (Sturmflut)

– Wasser als Niederschlagswasser (Flächenentwässerung)

Es ist daher nur nachvollziehbar, wenn die Stadt Buxtehude Planungen für einen sicheren Hochwasserschutz betreibt. Die Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz verfolgt diese Planungen – maßgeblich auf Initiative ihres Cranzer Mitgliedes Dr. Boy Friedrich – mit der größten Aufmerksamkeit. Folgende Sachverhalte sind für die Bürgervertretung von zentraler Bedeutung und müssen im Sinne des sicheren  Hochwasserschutzes beantwortet werden:

– Mit welchem maximalen Wasserstand ist bei unkontrolliertem Wasserabfluss durch das Buxtehuder Stadtgebiet im Hamburger Alten Land zu rechnen?

– Werden sämtliche Gebäude vor den Deichen frei von Wasser sein, Estebogen, Estedeich (beide Cranz), Alter Fährweg, Fährdeich, Sietas-Gelände (alles Neuenfelde) ?

– Wird die derzeitige Höhe von Estedeich und Fährdeich gewährleisten, dass hinter den Deichen liegende Areale nicht überschwemmt werden ? –

– Wird die Entwässerung in Cranz wie Neuenfelde zu jeder Zeit gewährleistet sein?

Nur eine allseits annehmbare Beantwortung und damit Lösung dieser Sachverhalte wird auch zu einer allgemeinen Akzeptanz der Buxtehuder Planungen im Hamburger Alten Land führen.

Eine frühzeitige Einbeziehung aller im Einzugsgebiet der Este für den Hochwasserschutz Verantwortung Tragenden wird diese Akzeptanz am zügigsten und nachhaltigsten herstellen.

Die Bürgervertretung hat und wird – wie sie es seit 1976 bei allen das Hamburger Alte Land betreffenden Fragen getan hat – diese Sachverhalte an die Verantwortlichen in Verwaltung wie Politik herantragen und nur mit Maßnahmen einverstanden sein, die einem optimalen  Schutz der Marschen und seiner Bewohner dienen.

Es ist mehr als bedauerlich, dass Verantwortliche der Stadt Buxtehude bisher nicht auf die Altländer im Unterlauf der Este zugegangen sind. Dadurch ist es zu Irritationen und auch Ängsten der Betroffenen gekommen, die vermeidbar gewesen wären. Die Bürgervertretung betont mit Nachdruck, dass alle Fragen, die sich aus der Thematik  W a s s e r  ergeben, in der Marsch existentielle Fragen sind. Und nur hieraus erklären sich Handlungsweisen, die manchen auf der – vermeintlich sicheren – Geest wohnenden, als Aufgeregtheit oder Aktionismus erscheinen mögen. Sensibilität ist hier in hohem Maße von Nöten .

 

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