Zwei Dementis!

Liebe Freunde der IG – Este. Vielleicht haben sie in der Lokalpresse den Eindruck gewonnen, wir – die IG-Este –  würden auch Träger einer Planungsgesellschaft zum Bau des geforderten Querdammes werden. Die Presse musste zudem jüngst den Eindruck haben, wir würden auch den Bürgerentscheid des Aktionsbündnisses in Buxtehude mittragen. Beides entbehrt jeder Grundlage. Es sind mehrmals – nicht von uns (!!!)  –  Äußerungen in schriftlicher oder mündlicher Form an die Presse gegangen, aus denen solche Missverständnisse hervorgehen können.
Das tut uns leid. Wir werden sicherstellen, das solche Dinge nicht mehr passieren können.
Obwohl uns mit den Buxtehuder Freunden so viele inhaltliche Dinge verbindet und wir für dieselbe Sache kämpfen, müssen wir unsere Position zu zwei Punkten klarstellen:
1. Wir vertreten unsere ganz klare Rechtsposition, dass wir im Planfeststellungsverfahren in vollem Umfang mit berücksichtigt werden müssen.
Dieses ist für uns fundamental und deshalb ist der Bürgerentscheid für uns vollkommen unerheblich. Wir als potentielle Leidtragende dieser Planung außerhalb Buxtehudes können unsere moralische und rechtliche Legitimation nicht an ein solches Abstimmungsergebnis koppeln.

2. Es wurde in der Presse die „Idee“  ventiliert, man könne eine eigene Planungsgesellschaft gründen und den Querdamm alleine und parallel planen.
Wir haben über diesen Vorschlag in der IG-Este noch nicht beraten, gehen allerdings äußerst reserviert an dieses Thema heran. Viele Dinge müssten hierbei bedacht werden.
Politisch gesehen stehen wir auf folgenden Standpunkt: Wir nehmen für uns in Anspruch, dass Buxtehude nicht ohne uns Unterlieger eine solche Hochwasserschutzmaßnahme durchführen und durchsetzen kann. Wir müssen dann aber auch konsequenterweise die Aussage umdrehen und sagen: Es gibt keine Maßnahme ohne die partnerschaftliche Einbindung Buxtehudes.

Am Ende muß immer ein gemeinsamer Weg stehen, auch wenn das in dieser teils emotionalen Debatte etwas untergeht. Diese Emotionalität kann man uns bei dieser Betroffenheit bestimmt nachsehen. Aber wir achten sehr darauf, dass wir uns jederzeit wieder mit der Buxtehuder Stadtverwaltung partnerschaftlich an einen Tisch setzen können, um gemeinsame Wege des Hochwasserschutzes zu finden.
Das ist unser oberstes Ziel. Nicht gegen Buxtehude, sondern am Ende mit Buxtehude. Und da haben wir einige berechtigte Zweifel, ob dieser kreative Vorschlag weiterhilft. Wir werden über den Vorschlag beraten und dann auf unserer Webseite über das Ergebnis informieren.

Vielen Dank für ihr Verständnis
Rainer Podbielski
Sprecher der IG – Este

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